Kontakt
Dr. Michael Eisenbarth, Esslingen am Neckar
Mehr Informationen:
Druckversion Gesamttext
Als PDF speichern

Aufbau des Kiefers

Starrer Oberkiefer, beweglicher Unterkiefer

Der Kiefer besteht aus Ober- und Unterkiefer. Der Oberkieferknochen und das knöcherne Gaumenbein bilden gemeinsam den vollständigen Oberkiefer. Dieser ist mit dem kompletten Gesichtsschädel, dem Nasenbein und dem Jochbein fest verbunden.

Der Unterkiefer bildet den beweglichen Teil des Kiefers. Ein scharnierähnliches Gelenk am hinteren Ende jedes Unterkieferbogens stellt die bewegliche Verbindung mit dem Schädelknochen her: Der Gelenkkopf ist dabei Teil des Unterkiefers, das Gegenstück, die Gelenkpfanne, ist Teil des Schädelknochens.

Der Kiefer

Dazwischen, im Gelenkspalt, befindet sich eine Gelenkscheibe aus Knorpel (der „Diskus“). Das Gelenk wird von der Gelenkkapsel umschlossen und durch Bänder gestützt. Daran ansetzende Muskeln sorgen für die Bewegung. Beim Auflegen der Finger auf die zwei Gelenke vor den Ohren kann man beim Öffnen und Schließen des Mundes die Bewegung der zwei Gelenkköpfe spüren.

Durch dieses außergewöhnlich gestaltete Gelenk kann der Unterkiefer komplizierte Dreh- und Gleitbewegungen durchführen, die anderen Gelenken im menschlichen Körper nicht möglich sind: nach oben und unten, vorn und hinten, links und rechts.

Kaumuskeln bewegen den Unterkiefer

In Relation zu seiner Größe ist die Kaumuskulatur die kräftigste des gesamten menschlichen Körpers. Insgesamt haben wir vier einzelne Kaumuskeln: einen äußeren Flügelmuskel, einen inneren Flügelmuskel, den eigentlichen Kaumuskel und den Schläfenmuskel.

Der innere Flügelmuskel bedeckt den inneren Teil des gesamten Kaumuskels und ein kleines Stück des Unterkiefers. Der äußere dagegen ist mit dem Kiefergelenk verbunden und führt in Richtung Jochbein. Um den Unterkiefer öffnen und schließen zu können, benötigt man den Schläfenmuskel. Der eigentliche Kaumuskel komplettiert das Quartett, indem er die notwendige Kraft beisteuert, um alle Bewegungen richtig ausführen zu können.

Zahnfächer für 32 (bleibende) Zähne

In jedem Kieferbogen befinden sich Zahnfächer (Alveolen). Zusammen mit dem Zahnfleisch, dem Zahnzement und der Wurzelhaut ist das Zahnfach Teil des Zahnhalteapparates.

Der Kiefer

Der in der Alveole verankerte Zahn besitzt in seinem Inneren (dem Zahnmark oder „Pulpa“) Nervenfasern und Blutgefäße, die über eine kleine Öffnung mit den Nerven und Blutgefäßen im Kiefer verbunden sind. Sie versorgen ihn mit den notwendigen Nährstoffen und leiten Reize, die auf den Zahn einwirken, weiter.

Je nach Anzahl der Zahnwurzeln stehen für einen Zahn innerhalb eines Zahnfaches eine oder mehrere Unterteilungen zur Verfügung.


Trennlinie